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18. Informatiktag Berlin-Brandenburg 2026

Berliner Schulberater/-innen für Informatik und ITG und externe Dozenten/-innen bieten am am Dienstag, den 22. September 2026 von 9 bis 16 Uhr verschiedene Workshops zu einigen Schwerpunktthemen des Informatik-Unterrichts und der Medienbildung an. In den einzelnen Workshops sollen die Unterrichtsgebiete umfassend erarbeitet werden, stets mit Bezug auf die praktische Unterrichtsgestaltung. Den Auftakt bildet ein Hauptvortrag von Patrick Luzina (Anoxinon e.V. - für ein gemeinschaftliches Internet) zum Thema "Was ist der DI-Day und wie kann ich mitmachen?"

Datum und Uhrzeit

22.09.2026, 09:00 - 16:00 Uhr
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Veranstaltungsort

Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) - Campus Wilhelminenhof
Wilhelminenhofstraße 75A
12459 Berlin, Deutschland

Beschreibung

 

Anmeldung

Informationen zur Anmeldung für den 18. Fachtag Informatik am 22.09.2026 werden hier in Kürze bereit gestellt.

Sie werden sich dort für die Einführungsveranstaltung und zwei halbtägige Workshops anmelden können. Bis dahin können Sie sich gerne schon einmal einen Überblick zu unserem Angebot verschaffen.

 

Programm

ab 8.30 Uhr                      Anmeldung vor dem Hörsaal G 001 im G-Gebäude

09.15 Uhr bis 10.30 Uhr  Begrüßung und Hauptvortrag im Hörsaal G 001

10.45 bis 12.45 Uhr         Workshops, vormittags im C-Gebäude

12.45 bis 14.00 Uhr          Mittagspause

14.00 bis 16.00 Uhr          Workshops, nachmittags im C-Gebäude

 

Hauptvortrag (09:15 Uhr bis 10:30 Uhr)

Patrick Luzina (Anoxinon e.V. - für ein gemeinschaftliches Internet): Was ist der DI-Day und wie kann ich mitmachen?

Insta weiß, wo du wohnst, Google kennt dein Datingverhalten - so weit, so bekannt. Recherchen über Nutzer*innendaten, die ein detailliertes Bild bis hin zur finanziellen Lage aufzeichnen, rütteln uns schmerzlich wach, wie wenig Wahl wir bei der Wahl unserer digitalen Infrastruktur haben - oder?

Demokratie braucht eine öffentliche Debatte. Aber die digitalen Räume, in denen wir uns treffen, gehören uns nicht: X, Facebook, Instagram, TikTok – nur eine Handvoll Konzerne entscheiden, wessen Stimme in die breite Öffentlichkeit treten kann. Gleichzeitig zeigen Berichte wie die Sanktionierung des Internationalen Strafgerichtshofs oder die Sperrung von Claude Mythos, dass Software zum politischen Hebel werden kann - und uns damit von heute auf morgen unsere Werkzeuge entziehen könnte: Kommunikation ohne Whatsapp, Arbeiten ohne Office, Computer ohne Windows oder Mac?

Der Digital Independence Day hat das Ziel, per Graswurzelbewegung eine Alternative zu dieser Abhängigkeiten zu entwickeln: Freiwillige zeigen, welche anderen Möglichkeiten bestehen und welche sich besonders eignen können. Dabei setzen wir darauf, Menschen zu befähigen, sich selbst für eine Option zu entscheiden, anstatt ihnen nur das nächste Programm zu installieren.
Im Vortag gehen wir auf die Ziele und Hintergründe des DI-Day ein und zeigen, wie wir in unseren jeweiligen Organisationen den DI-Day voranbringen. Darüber hinaus diskutieren wir, wie ein DI-Day an Schulen gelingen kann: Welche besonderen Bedingungen und Möglichkeiten sehen wir?

 

Workshops

max. Teilnehmerzahl pro Workshop: 16; Zielgruppe in der Regel Sek I und II, falls nicht anders vermerkt

Sie können sich für zwei Workshops (einen am Vormittag und einen am Nachmittag) anmelden. Eine Ausnahme stellt Workshop 1 dar, der als ganztägiger Workshop konzipiert ist.

 

WS 1_V_N: Konstantin Oltmann: Agiler Projektunterricht: Werte, Methoden, Tools und Best Practices 
(10:45 Uhr – 12:45 und 14.00 bis 16.00 Uhr - Achtung: Dieser Workshop findet ganztags statt. Teilnehmende wählen bitte nur diesen einen Workshop!)

Agiler Projektunterricht eröffnet vielfältige Möglichkeiten, Lernende aktiv, selbstorganisiert und kollaborativ an komplexen Aufgaben arbeiten zu lassen. Der Workshop bietet einen praxisnahen Einblick zum Thema agile Projekte im Informatikunterricht, aber auch darüber hinaus. Dabei werden zentrale Werte, grundlegende Methoden und unterstützende datensparsame Tools in den Blick genommen, ohne den Fokus auf einzelne Ansätze zu verengen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, ausgewählte Ideen, Vorgehensweisen und Werkzeuge selbst auszuprobieren und gemeinsam zu reflektieren. Ergänzt wird der Workshop durch Erfahrungen und Best Practices aus der deutschlandweiten Community: bewährte Herangehensweisen, typische Herausforderungen und Impulse für die konkrete Umsetzung im Unterricht. Ziel ist es damit, einen fundierten Überblick zu vermitteln und zugleich konkrete Anknüpfungspunkte für die Weiterentwicklung des eigenen Unterrichts zu schaffen. Der Workshop richtet sich somit an Lehrkräfte, die agile Projekte neu kennenlernen oder aber bewusst neu denken wollen.

Hinweis: für die praktischen Anteile wird ein Laptop oder Tablet mit Browser vorausgesetzt.

 

1. Workshop-Phase – Vormittag 10:45 Uhr – 12:45 Uhr

 

WS 2 _V: Dr. Michael Specht: Welten bauen in 3D – Kreatives Coding mit Rot-Cyan-Brille

In diesem Workshop wird der Hackschule Workspace als kreative Programmierumgebung für den Informatikunterricht vorgestellt. Im Mittelpunkt steht ein praxiserprobtes Unterrichtsformat, in dem Schülerinnen und Schüler eigene dreidimensionale Welten aus einfachen Grundformen bauen: Würfel, Kugeln, Zylinder, Gitter, Texte und weitere Objekte werden schrittweise verändert, kombiniert und zu eigenen Szenen zusammengesetzt.

Das Besondere: Die entstandenen Welten können nicht nur am Bildschirm betrachtet, sondern auch mit einer Rot-Cyan-3D-Brille räumlich erlebt werden. Dadurch entsteht ein motivierender Zugang zu Koordinatensystemen, Transformationen, Perspektive, räumlichem Denken und kreativem Coding — ohne dass Schülerinnen und Schüler sofort mit einer komplexen Entwicklungsumgebung oder einer umfangreichen Programmiersprache arbeiten müssen.

Der Workshop richtet sich an Informatiklehrkräfte, die nach einem niedrigschwelligen, aber ausbaufähigen Projekt für den Unterricht suchen. Gemeinsam werden eigene 3D-Szenen erstellt, typische Aufgabenformate ausprobiert und Möglichkeiten besprochen, wie das Projekt im Unterricht eingesetzt, differenziert und erweitert werden kann.

 

WS 3_V: Franka Futterlieb: Calliope mini Robotik & Künstliche Intelligenz

Der Workshop vermittelt einen praxisnahen Einstieg in das algorithmische Problemlösen und die Steuerung physischer Systeme. Die Teilnehmenden lernen den Calliope mini als vielseitige Steuerzentrale für Anwendungen kennen. Anhand konkreter Unterrichts- und Projektbeispiele werden Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Im Fokus steht, wie digitale Technologien genutzt werden können, um reale Fragestellungen aus der Lebenswelt der Lernenden zu analysieren, zu modellieren und prototypisch umzusetzen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Ansteuerung von Motoren sowie auf der Nutzung unterschiedlicher Erweiterungen. Ergänzend werden grundlegende KI-Konzepte thematisiert. In der Praxisphase programmieren und erproben die Teilnehmenden eigene Anwendungen – wahlweise in der blockbasierten Umgebung MakeCode oder textbasiert mit MicroPython. Der Workshop eignet sich sowohl für einen niedrigschwelligen Einstieg in der Sekundarstufe I als auch für eine vertiefende Weiterführung in der Oberstufe. Hinweis: Der Workshop richtet sich ausdrücklich auch an Teilnehmerinnen und Teilnehmer ohne Vorerfahrung. Hinweis: Falls mit einem iPad gearbeitet wird, sollte die Calliope mini App (https://itunes.apple.com/de/app/calliope-mini/id1309545545?mt=8) installiert sein. Ein Calliope mini sowie Erweiterungen werden zur Verfügung gestellt.

 

WS 4_V: Alexander Dietz: Statistische Sprachmodelle verstehen durch eigenes Entwickeln mit SoekiaGPT

Wie funktionieren generative Sprachmodelle? Einer der zentralen Mechanismen in diesen Systemen ist die sogenannte Next Token Prediction, also die Vorhersage des wahrscheinlichsten nächsten Worts oder „Tokens“ in einer Sequenz – basierend auf dem vorherigen Text und statistischen Sprachmodellen. In dieser Fortbildung untersuchen wir mit SoekiaGPT ein didaktisch reduziertes Textgenerierungssystem, das zentrale Prinzipien solcher Modelle transparent macht.

Am Beispiel der Erzeugung von Märchen, Wetterberichten oder Witzen wird nachvollziehbar, wie Sprachmodelle auf Basis von N-Grammen, Wahrscheinlichkeiten und Zufall Schritt für Schritt Texte erzeugen – trainiert auf großen Textsammlungen, jedoch ohne echtes Sprachverständnis.

Durch eigenes Ausprobieren, Vergleichen und Analysieren erleben Sie direkt, wie stark die Textproduktion beeinflusst werden kann und wo typische Grenzen solcher Modelle liegen.

SoekiaGPT ermöglicht bereits ab der Sekundarstufe I einen aktiven und kritischen Zugang zum Thema KI.

 

WS 5_V:  Zahra Akhoundi: Informationssicherheit lebensnah unterrichten: Lernstationen für die Sekundarstufe I

In diesem praxisorientierten Workshop lernen Informatiklehrkräfte ein praxiserprobtes Unterrichtskonzept zur Förderung von Informationssicherheitsbewusstsein in der Sekundarstufe I kennen. Ausgangspunkt sind alltagsnahe Situationen aus der Lebenswelt von Schüler:innen: persönliche Daten im Internet, Passwörter, digitale Spuren, Privatsphäre und Gefahren durch Schadsoftware. Anhand einer erprobten Unterrichtsreihe für Jahrgangsstufe 7 werden zentrale Begriffe wie Datenschutz, Datensicherheit, Verschlüsselung, Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit, Authentizität und Verbindlichkeit didaktisch reduziert und in aktivierende Lernformen übertragen. Die Teilnehmenden arbeiten mit direkt einsetzbaren Materialien, darunter Einstiegsimpulse, Arbeitsblätter, Stationenaufgaben, Reflexionsfragen, Präsentationsaufträge und ein digitales Quiz. Gemeinsam wird diskutiert, wie abstrakte Sicherheitskonzepte verständlich, handlungsorientiert und motivierend vermittelt werden können und wie Schüler:innen befähigt werden, Risiken einzuschätzen und bewusste Entscheidungen im Umgang mit Daten und digitalen Diensten zu treffen.

 

WS 6_V:  Janne Mesenhöller und Katrin Böhme: Von algorithmischer Diskriminierung zu maschinellem Lernen – ELSI als Ausgangspunkt für KI-Bildung im Informatikunterricht (SEK I)

Künstliche Intelligenz ist längst Teil der Lebenswelt von Schüler:innen. Neben technischen Fragestellungen gewinnen daher auch ethische, rechtliche und soziale Implikationen (ELSI) der KI-Nutzung zunehmend an Bedeutung. Der Workshop stellt eine Unterrichtssequenz für die Jahrgangsstufen 7 bis 10 vor, die gesellschaftliche Fragestellungen rund um KI als Ausgangspunkt nutzt, um zentrale Konzepte des maschinellen Lernens im Informatikunterricht zu vermitteln.

Anhand ausgewählter Unterrichtsbausteine, darunter Materialien zu algorithmischer Diskriminierung, die Teachable Machine sowie analoge Lernangebote aus AI Unplugged, erhalten die Teilnehmenden Einblicke in verschiedene Möglichkeiten, KI und maschinelles Lernen praxisnah im Unterricht zu thematisieren. Gemeinsam wird diskutiert, wie die Materialien an unterschiedliche Lerngruppen und schulische Rahmenbedingungen angepasst werden können.

Der Workshop richtet sich an Informatiklehrkräfte der Sekundarstufe I sowie an interessierte Lehrkräfte anderer Fächer. Vorkenntnisse im Bereich Künstliche Intelligenz sind nicht erforderlich.

 

WS 7_V: Beate Grüning - City-Scrum – Scrum als Lernaufgabe der iMINT-Akademie für den Informatikunterricht

Wie kann man Schülerinnen und Schülern agile Arbeitsweisen vermitteln, ohne direkt in ein komplexes Softwareprojekt einzusteigen? Der Workshop stellt die iMINT-Lernaufgabe City-Scrum vor, eine handlungsorientierte Einführung in Scrum für den Informatikunterricht.

Die Teilnehmenden erleben zentrale Elemente des Scrum-Frameworks zunächst selbst: In Teams entwickeln sie in mehreren kurzen Sprints eine Papierstadt (2D) nach Kundenanforderungen. Dabei werden zentrale Scrum-Elemente wie Sprint Planning, Sprint Review, Sprint Retrospective, Increment, User Stories und Requirements erfahrbar gemacht. Anschließend wird gemeinsam reflektiert, wie die Lernaufgabe didaktisch reduziert ist und wie sie auf spätere Informatikprojekte übertragen werden kann.

Im Workshop wird City-Scrum mit einem digitalen Kanbanboard durchgeführt. Die veröffentlichte Lernaufgabe enthält darüber hinaus eine erprobte analoge Variante mit Papier-Kanbanboard, sodass Lehrkräfte je nach technischer Ausstattung und Unterrichtssituation zwischen beiden Ansätzen wählen können.

Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmenden eine direkt einsetzbare Lernaufgabe sowie Impulse für agile Projektarbeit im Informatikunterricht mitzugeben.

Die Lernaufgabe wurde im Rahmen der iMINT-Akademie Berlin entwickelt. Die vollständigen Materialien werden als Open Educational Resources (OER) veröffentlicht und können von den Teilnehmenden frei genutzt, angepasst und im eigenen Unterricht eingesetzt werden.

Vorkenntnisse in Scrum sind nicht erforderlich.

Hinweis: Im Workshop werden digitale Kanbanboards eingesetzt. Daher wäre es hilfreich, wenn Teilnehmende nach Möglichkeit einen Laptop oder ein Tablet mitbringen. Da die praktische Arbeit in Kleingruppen erfolgt, genügt ein Endgerät pro Gruppe.

 

WS 8_V:  Prof. Dr. Christina Erlwein-Sayer: Neuronale Netze, Entscheidungsbäume und Random Forests - Einführung in Modelle des Maschinellen Lernens

In diesem Workshop befassen wir uns mit einer Einführung in Modelle des Maschinellen Lernens und deren mögliche Integration in Unterricht und Projekte. Neuronale Netze und Entscheidungsbäume werden als Konzepte des Überwachten Lernens vorgestellt, die Algorithmen eingeführt und deren Implementierung in Python und R durchgeführt. Wir erarbeiten anschauliche Anwendungen, die als erste Impulse auch für den Unterricht dienen können. Abschließend werden Konzepte zur Erklärbarkeit der ML-Modellergebnisse vorgestellt.

 

WS 9_V: André Greubel: Digitale Arbeitsblätter für den Informatikunterricht: Was gibt es und warum das ganze?

Zentrales Ziel dieses Workshops ist ein Update bzgl. konkret benutzbaren, digitalen Material. Ein Fokus liegt dabei auf von der HU angebotenem Material (https://evadid.it/edusquirrel/homepage/), welche insb. 8 digitale Arbeitsblätter insb. zur Programmierung umfasst. Nach einer kurzen didaktischen Einordnung über Sinn und Unsinn von digitalen Arbeitsblättern (ca. 30 Minuten) und automatischen Feedbackmethoden geht der Hauptteil der Zeit anschließend in das Erkunden, Ausprobieren, und ggf. Abändern verschiedener Materialien. 

 

WS 10_V:   Patrick Luzina:  DIY-DiD

Schon wieder eine WhatsApp-Gruppe für die Klasse? Wie können wir den Digital Independence Day auch an Schulen erfolgreich umsetzen? Gemeinsam erfassen wir, welche IT an Schulen eingesetzt wird und suchen nach geeigneten Alternativen. Kriterien dabei: Praktisch, wenig Aufwand, und idealerweise können die Schülerinnen und Schüler dabei auch noch was lernen.
Im nächsten Schritt geht es Richtung Praxis: Wie und wo lassen sich unsere gefundenen Alternativen einsetzen? Welche Unterstützer und Bremser sehen wir? Und wie gehen wir mit der WhatsApp-Gruppe um?
Grade für die Bremser befassen wir uns mit Argumenten, die für einen Wechsel sprechen. Wir entwickeln Argumentationshilfen, um die Umsetzung zu erleichtern.
Zusätzlich bieten wir ein kleines Umstiegsangebot an: Wer mit einem Laptop (und Backup!) vorbeikommt, kann mit uns ein Linux-OS aufspielen. 

 

Mittagspause und Austauschmöglichkeit 12:45 Uhr – 14:00 Uhr

 

2. Workshop-Phase – Vormittag 14:00 Uhr – 16:00 Uhr

 

WS 11_N: Dr. Michael Specht: Interaktive Geschichten entwickeln – Digitale Erzählwelten im Hackschule Workspace

In diesem Workshop wird ein Unterrichtsformat vorgestellt, in dem Schülerinnen und Schüler eigene interaktive Geschichten entwickeln. Aus einzelnen Textseiten, Entscheidungen und Verzweigungen entstehen digitale Erzählwelten: Abenteuergeschichten, Rätselräume, Dialoge, Krimis oder kleine Spiele im Stil eines Choose-Your-Own-Adventure-Buchs.

Der besondere Reiz liegt in der Verbindung von kreativem Schreiben und informatischem Denken. Schülerinnen und Schüler planen Handlungsstränge, strukturieren ihre Geschichte, verknüpfen Szenen miteinander und testen, ob alle Wege funktionieren. Dabei entstehen ganz natürlich Anknüpfungspunkte an zentrale informatische Konzepte wie Verzweigungen, Zustände, Modellierung, Modularisierung und Debugging — ohne dass der kreative Schreibprozess in den Hintergrund tritt.

Das Format eignet sich besonders für fächerverbindende Projekte, etwa mit Deutsch, Fremdsprachen, Geschichte, Ethik oder Theater. Im Workshop werden eigene kleine interaktive Geschichten im Hackschule Workspace erstellt, mögliche Unterrichtsszenarien besprochen und Erweiterungen wie Inventar, Bedingungen, Zufall, Punkte oder mehrere Enden vorgestellt.

 

WS 12_N: Franka Futterlieb: Calliope mini Sensorik - Daten erfassen, verarbeiten und auswerten

Der Workshop vermittelt einen praxisnahen Einstieg in das algorithmische Problemlösen im Informatikunterricht. Die Teilnehmenden lernen den Calliope mini als Werkzeug für einen handlungsorientierten Unterricht kennen. Anhand konkreter Unterrichts- und Projektbeispiele werden Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Im Fokus steht, wie digitale Technologien genutzt werden können, um reale Fragestellungen aus der Lebenswelt der Lernenden zu analysieren, zu modellieren und praktisch umzusetzen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit internen sowie extern angeschlossenen Sensoren zur Erfassung, Verarbeitung und Auswertung von Umweltdaten sowie auf grundlegenden IoT-Konzepten. In der Praxisphase programmieren und erproben die Teilnehmenden Sensoren selbst, wahlweise in der blockbasierten Umgebung MakeCode oder textbasiert mit MicroPython. Der Workshop eignet sich für einen niedrigschwelligen Einstieg in der Sekundarstufe I ebenso wie für eine vertiefende Weiterführung in der Oberstufe. Hinweis: Der Workshop richtet sich ausdrücklich auch an Teilnehmerinnen und Teilnehmer ohne Vorerfahrung. Hinweis: Falls mit einem iPad gearbeitet wird, sollte die Calliope mini App (https://itunes.apple.com/de/app/calliope-mini/id1309545545?mt=8) installiert sein. Ein Calliope mini sowie Erweiterungen werden zur Verfügung gestellt.

 

WS 13_N: Prof. Dr. Ralf Romeike: TINAs Lernreise: Zentrale Konzepte großer Sprachmodelle

Große Sprachmodelle (LLMs) sind die Grundlage vieler moderner KI-Anwendungen. Ihre Funktionsweise bleibt für Laien jedoch oft schwer nachvollziehbar. Im Workshop nähern wir uns zentralen LLM-Konzepten anhand des fiktiven Sprachmodells TINA. Auf ihrer Lernreise vom allgemeinen Pre-Training über Fine-Tuning bis hin zum Alignment begegnen die Teilnehmenden Grundideen wie Tokenization, Embedding, Positional Encoding und Attention. Die Konzepte werden mit einfachen Metaphern, Visualisierungen und praktischen Übungen zugänglich gemacht. Der Workshop orientiert sich am Poster „Zentrale Konzepte Großer Sprachmodelle“ und dem zugehörigen Unterrichtsmaterial. In kurzen Aktivitäten und Experimenten erproben die Teilnehmenden die zentralen Konzepte von LLMs selbst und leiten daraus Konsequenzen für die reflektierte Nutzung von KI-Systemen ab.
https://computingeducation.de/TINA/

 

WS 14_N: Beate Grüning - City-Scrum – Scrum als Lernaufgabe der iMINT-Akademie für den Informatikunterricht

Wie kann man Schülerinnen und Schülern agile Arbeitsweisen vermitteln, ohne direkt in ein komplexes Softwareprojekt einzusteigen? Der Workshop stellt die iMINT-Lernaufgabe City-Scrum vor, eine handlungsorientierte Einführung in Scrum für den Informatikunterricht.

Die Teilnehmenden erleben zentrale Elemente des Scrum-Frameworks zunächst selbst: In Teams entwickeln sie in mehreren kurzen Sprints eine Papierstadt (2D) nach Kundenanforderungen. Dabei werden zentrale Scrum-Elemente wie Sprint Planning, Sprint Review, Sprint Retrospective, Increment, User Stories und Requirements erfahrbar gemacht. Anschließend wird gemeinsam reflektiert, wie die Lernaufgabe didaktisch reduziert ist und wie sie auf spätere Informatikprojekte übertragen werden kann.

Im Workshop wird City-Scrum mit einem digitalen Kanbanboard durchgeführt. Die veröffentlichte Lernaufgabe enthält darüber hinaus eine erprobte analoge Variante mit Papier-Kanbanboard, sodass Lehrkräfte je nach technischer Ausstattung und Unterrichtssituation zwischen beiden Ansätzen wählen können.

Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmenden eine direkt einsetzbare Lernaufgabe sowie Impulse für agile Projektarbeit im Informatikunterricht mitzugeben.

Die Lernaufgabe wurde im Rahmen der iMINT-Akademie Berlin entwickelt. Die vollständigen Materialien werden als Open Educational Resources (OER) veröffentlicht und können von den Teilnehmenden frei genutzt, angepasst und im eigenen Unterricht eingesetzt werden.

Vorkenntnisse in Scrum sind nicht erforderlich.

Hinweis: Im Workshop werden digitale Kanbanboards eingesetzt. Daher wäre es hilfreich, wenn Teilnehmende nach Möglichkeit einen Laptop oder ein Tablet mitbringen. Da die praktische Arbeit in Kleingruppen erfolgt, genügt ein Endgerät pro Gruppe.

 

WS 15_N:  Janne Mesenhöller und Katrin Böhme: Von algorithmischer Diskriminierung zu maschinellem Lernen – ELSI als Ausgangspunkt für KI-Bildung im Informatikunterricht (SEK I)

Künstliche Intelligenz ist längst Teil der Lebenswelt von Schüler:innen. Neben technischen Fragestellungen gewinnen daher auch ethische, rechtliche und soziale Implikationen (ELSI) der KI-Nutzung zunehmend an Bedeutung. Der Workshop stellt eine Unterrichtssequenz für die Jahrgangsstufen 7 bis 10 vor, die gesellschaftliche Fragestellungen rund um KI als Ausgangspunkt nutzt, um zentrale Konzepte des maschinellen Lernens im Informatikunterricht zu vermitteln.

Anhand ausgewählter Unterrichtsbausteine, darunter Materialien zu algorithmischer Diskriminierung, die Teachable Machine sowie analoge Lernangebote aus AI Unplugged, erhalten die Teilnehmenden Einblicke in verschiedene Möglichkeiten, KI und maschinelles Lernen praxisnah im Unterricht zu thematisieren. Gemeinsam wird diskutiert, wie die Materialien an unterschiedliche Lerngruppen und schulische Rahmenbedingungen angepasst werden können.

Der Workshop richtet sich an Informatiklehrkräfte der Sekundarstufe I sowie an interessierte Lehrkräfte anderer Fächer. Vorkenntnisse im Bereich Künstliche Intelligenz sind nicht erforderlich.

 

WS 16_N:  Zahra Akhoundi: Informationssicherheit lebensnah unterrichten: Lernstationen für die Sekundarstufe I

In diesem praxisorientierten Workshop lernen Informatiklehrkräfte ein praxiserprobtes Unterrichtskonzept zur Förderung von Informationssicherheitsbewusstsein in der Sekundarstufe I kennen. Ausgangspunkt sind alltagsnahe Situationen aus der Lebenswelt von Schüler:innen: persönliche Daten im Internet, Passwörter, digitale Spuren, Privatsphäre und Gefahren durch Schadsoftware. Anhand einer erprobten Unterrichtsreihe für Jahrgangsstufe 7 werden zentrale Begriffe wie Datenschutz, Datensicherheit, Verschlüsselung, Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit, Authentizität und Verbindlichkeit didaktisch reduziert und in aktivierende Lernformen übertragen. Die Teilnehmenden arbeiten mit direkt einsetzbaren Materialien, darunter Einstiegsimpulse, Arbeitsblätter, Stationenaufgaben, Reflexionsfragen, Präsentationsaufträge und ein digitales Quiz. Gemeinsam wird diskutiert, wie abstrakte Sicherheitskonzepte verständlich, handlungsorientiert und motivierend vermittelt werden können und wie Schüler:innen befähigt werden, Risiken einzuschätzen und bewusste Entscheidungen im Umgang mit Daten und digitalen Diensten zu treffen.

 

WS 17_N:  Prof. Dr. Christina Erlwein-Sayer: Neuronale Netze, Entscheidungsbäume und Random Forests - Einführung in Modelle des Maschinellen Lernens

In diesem Workshop befassen wir uns mit einer Einführung in Modelle des Maschinellen Lernens und deren mögliche Integration in Unterricht und Projekte. Neuronale Netze und Entscheidungsbäume werden als Konzepte des Überwachten Lernens vorgestellt, die Algorithmen eingeführt und deren Implementierung in Python und R durchgeführt. Wir erarbeiten anschauliche Anwendungen, die als erste Impulse auch für den Unterricht dienen können. Abschließend werden Konzepte zur Erklärbarkeit der ML-Modellergebnisse vorgestellt.

 

WS 18_N: André Greubel: Digitale Arbeitsblätter für den Informatikunterricht: Was gibt es und warum das ganze?

Zentrales Ziel dieses Workshops ist ein Update bzgl. konkret benutzbaren, digitalen Material. Ein Fokus liegt dabei auf von der HU angebotenem Material (https://evadid.it/edusquirrel/homepage/), welche insb. 8 digitale Arbeitsblätter insb. zur Programmierung umfasst. Nach einer kurzen didaktischen Einordnung über Sinn und Unsinn von digitalen Arbeitsblättern (ca. 30 Minuten) und automatischen Feedbackmethoden geht der Hauptteil der Zeit anschließend in das Erkunden, Ausprobieren, und ggf. Abändern verschiedener Materialien. 

 

WS 19_N:   Patrick Luzina:  DIY-DiD

Schon wieder eine WhatsApp-Gruppe für die Klasse? Wie können wir den Digital Independence Day auch an Schulen erfolgreich umsetzen? Gemeinsam erfassen wir, welche IT an Schulen eingesetzt wird und suchen nach geeigneten Alternativen. Kriterien dabei: Praktisch, wenig Aufwand, und idealerweise können die Schülerinnen und Schüler dabei auch noch was lernen.
Im nächsten Schritt geht es Richtung Praxis: Wie und wo lassen sich unsere gefundenen Alternativen einsetzen? Welche Unterstützer und Bremser sehen wir? Und wie gehen wir mit der WhatsApp-Gruppe um?
Grade für die Bremser befassen wir uns mit Argumenten, die für einen Wechsel sprechen. Wir entwickeln Argumentationshilfen, um die Umsetzung zu erleichtern.

Zusätzlich bieten wir ein kleines Umstiegsangebot an: Wer mit einem Laptop (und Backup!) vorbeikommt, kann mit uns ein Linux-OS aufspielen.